AUFSTELLUNGEN

Was ist eine (Familien- oder System) - Aufstellung?

 

Stell dir vor, jede Familie (oder jedes System) ist wie ein unsichtbares Energiefeld.

In diesem Feld wirken Verbindungen, Gefühle, Schicksale und alte Erfahrungen – auch solche, die schon lange zurückliegen oder nie ausgesprochen wurden.

 

Eine Aufstellung ist ein Weg, dieses unsichtbare Feld sichtbar zu machen.

 

Nicht nur im Familiensystem. Für jedes Thema, jedes Problem kann eine Aufstellung hilfreich sein.

 

Man geht davon aus, dass:

-wir unbewusst Loyalitäten zu unserer Familie tragen

-alte, ungelöste Themen weiterwirken (z. B. Schuld, Verlust, Ausgrenzung)

-die Seele nach Ordnung und Frieden strebt

 

In einer Aufstellung zeigt sich das, was in diesem Moment gesehen werden will.

 

Wie läuft das ab? 

 

Menschen oder Symbole stehen stellvertretend für Themen oder betreffende Menschen. Sie werden im Raum aufgestellt. 

Ohne Vorwissen nehmen sie Gefühle, Impulse oder Spannungen wahr.

 

Viele erleben das als:

-überraschend ehrlich

-tief berührend oder auch

-jenseits von Denken oder Logik

 

Man kann nichts falsch machen. Selbst wenn überhaupt nichts gefühlt wird, ist das genau richtig.

 

Aber warum kann man als Stellvertreter überhaupt etwas spüren?

 

Menschen sind nicht nur Kopf und Körper – wir sind auch feinfühlige Wesen.

 

Das kennst du sicher aus dem Alltag: du fühlst die Stimmung eines Raumes, unausgesprochene Spannungen, Gefühle anderer, ohne dass etwas gesagt wird. 

 

In einer Aufstellung entsteht ein gemeinsames Feld –

manche nennen es das morphische Feld oder das Bewusstseinsfeld., ist miteinander verbunden.

Wenn jemand stellvertretend in dieses Feld tritt,

schwingt er mit dem Thema mit – wie eine Saite, die mitschwingt, wenn eine andere angeschlagen wird.

 

Stellvertreter „spielen“ nichts. Sie denken sich nichts aus. Die Gefühle kommen oft plötzlich, unerwartet, ohne persönlichen Bezug und manchmal sogar völlig untypisch für die Person.

 

Das ist kein Einbilden, sondern Resonanz.

Spirituell gesehen weiß die Seele z. B., wo etwas nicht gesehen wurde, wo jemand ausgeschlossen war, wo Liebe unterbrochen wurde.

 

Gefühle wollen nicht analysiert werden – sie wollen gefühlt und anerkannt werden. Sobald etwas gesehen, benannt und gewürdigt wird, kann sich im Feld etwas entspannen und ordnen. Verstrickungen können sich lösen.

Nicht, weil man etwas „wegmacht“ – sondern weil Wahrheit anerkannt wird.

 

Man könnte sagen, dass eine Aufstellung ein 

 

Achtsames Hinschauen auf die seelischen Ordnungen und ein sanftes Neuordnen ist, damit Liebe wieder frei fließen kann.